Mini-Europa Park in Brüssel


Sie müssen nicht nach Paris reisen, um den Eiffelturm zu bewundern. Sie müssen auch nicht unbedingt London einen Besuch abstatten, um dem Big Ben einen Besuch abzustatten. Diese und weitere Sehenswürdigkeiten wie die berühmte Akropolis aus Athen sind in Brüssel auf engstem Raum vereint. Ihre Reise führt Sie zum Mini-Europa Park, der in der belgischen Hauptstadt wertvolle architektonische Juwele der Welt an einem Ort versammelt. Hier sind Sie im "Mini Europe" angelangt.

Informationen zum Mini-Europa Park in Brüssel

Adresse   Bruparck, 1020 Brüssel
(Koordinaten: 50° 53′ 39″ N, 4° 20′ 19″ O)
Öffnungszeiten   Täglich von 9.30 Uhr - 18 Uhr
(letzter Einlass um 17.00 Uhr)

Mini-Europa Park in Brüssel

Vis-a-vis zum Brüsseler Atomium im Mini-Europa Park

Vor dem Fuße des bekannten Brüsseler Wahrzeichens, dem Atomium, präsentiert sich eine riesige Vielzahl prachtvoller Bauwerke Europas. Doch im Gegensatz zum in Originalgröße zu bewundernden Atomium ziehen die anderen Attraktionen in Miniaturausgabe die Blicke auf sich. Der Mini-Europe Park verteilt sich auf einer insgesamt 24.000 Quadratmeter großen Fläche, auf der insgesamt 350 namhafte europäische Monumente im Maßstab von 1:25 nachgebaut wurden. Und jedes einzelne dieser Kunstwerke ist mindestens eines Blickes wert. Die Konstrukteure erschufen die Meisterwerke in einer außergewöhnlich hohen Qualität, die nicht nur originalen Städten und Gebäuden nachempfunden wurden. Zudem sind Meilensteine der Technik mit einer atemberaubenden Akribie zum Detail im Mini-Europa Park verewigt. Wichtige Teile der Ausstellung sind Exponate wie ein Airbus oder der Schnellzug Thalys. Zudem begeistert die riesige Kanalfähre "Pride of Dover" mit ihren Blickfangqualitäten.

Jedes Land aus der EU ist mindestens einmal vertreten

Ganz bewusst entschieden sich die Gründer des Mini-Europa Parks dafür, alle 28 Staaten der Europäischen Union mit mindestens einem Ausstellungsstück aus ihrem Land zu beehren. Einige Länder sind in dem 1989 ins Leben gerufenen Park jedoch wesentlich öfter vertreten. So werden aus Deutschland sogar insgesamt neun Exponate zur Schau gestellt. Unter diesen Sehenswürdigkeiten in Miniausgabe darf das Brandenburger Tor natürlich nicht fehlen. Doch auch der Porta Nigra aus Trier hat sich einen festen Platz in der Parkanlage gesichert. Einige der Bauwerke sind zwar weniger bekannt, doch nicht minder eindrucksvoll. Neben dem Osthofentor aus Soest findet auch der Jahrtausendturm im Mini-Europa einen Platz, der anlässlich der Bundesgartenschau in Magdeburg erbaut wurde.

Sehenswürdigkeiten mit Animationen

Zur Erbauung der mit großem Aufwand errichteten Gebäudeminiaturen ließen die Erschaffer des Parks keine Kosten und Bemühungen unversucht. Einige der ausgestellten Kunstwerke kosteten bis zu 350.000 Euro. Diese Liebe zum Detail ist gewiss einer der Gründe dafür, weshalb der Mini-Europa Park alljährlich von rund 300.000 Menschen besucht wird. Einige der Attraktionen verzaubern mit überraschenden Animationen, die die kleinen Sehenswürdigkeiten zum Leben zu erwecken scheinen. Regelmäßig bricht in Klein-Italien der Vesuv aus. Während sich ein Schnellzug den Weg durch Frankreich bahnt, nimmt die Ariadne-Rakete Kurs in Richtung Weltraum.

Die Auswahl wurde nicht dem Zufall überlassen

Die einzelnen Modelle wurden anhand ihrer architektonischen Merkmale sowie ihrer Symbolkraft für Europa ausgewählt. Nach einer ersten Vorauswahl wurden Fotografien und Pläne der Bauten erschaffen. Ein Großteil der Ausstellungsstücke wurde durch Gießverfahren kreiert. Nur drei Monumente, darunter der aus Marmor angefertigte Schiefe Turm von Pisa, wurden aus Stein angefertigt. Bei insgesamt zwei der Exponate kam eine neue Computer-Frästechnik zum Einsatz. Nach ihrer Fertigstellung wurden die Bauwerke bemalt, um daraufhin vor Ort angebracht zu werden. Hier wurde die Beleuchtung und direkte Umgebung der jeweiligen Sehenswürdigkeit angepasst. Wie viel Zeit die Erbauer in die einzelnen Konstruktionen investierten, beweisen Attraktionen wie die Darstellung der Kathedrale von Santiago de Compostela. Allein für dieses Konstrukt benötigten die Erbauer insgesamt 24.000 Arbeitsstunden. Zahlreiche der Monumente wurden direkt durch europäischen Regionen oder Länder finanziert.

Weitere Highlights der Ausstellung

Die Europäische Union wird beispielsweise durch das Berlaymont-Gebäude vertreten, in dem die Europäische Kommission ansässig ist. Aus Belgien wurden Bauten wie das Curtiushaus in Lüttich, das Collegiale von Dinant oder Rabot und die Graselei in Gent verewigt. Frankreich wird neben dem Eiffelturm mit dem Arc de Triomphe oder dem Schloss Clos de Vougeot geehrt. Weitere beeindruckende Beispiele sind die Grachten in Amsterdam, der Klosterkomplex in Glendalough aus Irland oder der Palast der Ozeane aus der portugiesischen Hauptstadt Lissabon.

Spirit of Europe: die Entwicklung der EU im Fokus

Die interaktive Ausstellung "Spirit of Europe" ist der bewegenden Historie der Einigung Europas gewidmet. Hier erhalten Besucher auf spielerische Weise einen Eindruck davon, wie sich das vereinte Europa zu dem Kontinent wandelte, der er heute ist. Es wurde ein Zeittunnel erbaut, der wichtige Stationen der Entwicklung der Europäischen Union aufzeigt. Detailliert geht der Bereich "Spirit of Europe" darauf ein, welche Widerstände überwunden und welche Probleme gelöst werden mussten, bis das große Ziel eines gemeinsamen Kontinents erschaffen wurde. Auf diesem Rundgang werden die 20 Sprachen der Union ebenso thematisiert wie der gemeinsame Binnenmarkt oder kulturelle Besonderheiten. Außerdem informiert die Ausstellung über bedeutende europäische Institutionen und die Bedeutung des Euros als Währungsmittel.

Mini-Europa Park - Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Der Europa-Mini Park ist von Anfang bis Ende Juni jeweils von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet. Im Juli und August verlängern sich die Öffnungszeiten auf bis zu 20 Uhr. Im September öffnen sich die Pforten der Parkanlage von 9.30 bis 18 Uhr. Von Anfang Oktober bis Anfang Januar dürfen Besucher das Mini-Europe erst ab 10 Uhr betreten. Erwachsene bezahlen jeweils 18,50 Euro. Für Kinder bis zu zwölf Jahren kostet der Eintritt 11,80 Euro je Person. Auf Wunsch sind Kombitickets für den Mini-Europa Park und das Atomium oder Planetarium erhältlich.

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