Europaviertel


Brüssel ist eine Stadt voller Kontraste – einerseits modern, andererseits mit sanierungsbedürftigen Gebäuden gesäumt. Dieses Wechselspiel aus Jung und Alt begeistert, da jeder Stadtteil der Metropole mit anderen Facetten lockt. Dem Europaviertel gelingt es, alle Gesichter Brüssels auf engstem Raum zu vereinen. Grund genug, sich auf einen Streifzug durchs Quartier Léopold U.E. zu begeben.


Europaviertel

Das Europaviertel steckt voller Überraschungen

Das Europaviertel ist ein bunter abwechslungsreicher Ort, der mit trendigen Geschäften, malerischen Grünflächen, sehenswerten Plätzen und Museen von Weltruf begeistert. Das politische Highlight ist der Sitz der Europäischen Union. An diesem Ort wurde und wird – im wahrsten Sinne des Wortes – Geschichte geschrieben. Das pulsierende Herz Brüssels ist in vier Hauptplätze unterteilt. Diese Hauptplätze dienen als wichtige Orientierungs- und Ausgangspunkte. Eine Augenweide ist der Place du Luxembourg. Dieser auch als "Plux" bekannte Platz ist ein Meisterwerk neoklassischer Architektur, von dem sich die jungen Expats der EU-Einrichtungen magisch angezogen fühlen. Regelmäßig treffen Einheimische und Auswärtige in den einladenden Restaurants oder auf den Café-Terrassen aufeinander, um miteinander zu plauschen und das Leben zu genießen. Wer das internationale Flair hautnah erleben möchte, sollte es sich nicht nehmen lassen, dem Gaumen auf einem Abstecher zum Fischimbiss Mer du Nord etwas Gutes zu tun. Die Stippvisite zu den schönsten Plätzen des Europaviertels setzt sich auf dem Place Jourdan fort. Dessen Cafés, Terrassen und Restaurants sind die idealen Treffpunkte, um sich belgische oder internationale Kreationen schmecken zu lassen. Vom Schuman-Kreisverkehr genießen Besucher der Stadt die vermutlich beste Sicht auf alle wichtigen EU-Entscheidungszentren. Insbesondere in den Abendstunden ist es lohnenswert, beim imposant ausgeleuchteten Europagebäude vorbeizuschauen. Danach geht es weiter in Richtung Place Jean Rey.

Eine Stippvisite zu namhaften EU-Institutionen

Die Erkundungstour zu den EU-Institutionen beginnt am Informationszentrum Station Europe oder dem Atrium, das sich hervorragend als Treffpunkt für Gruppen eignet. Weitere Stationen wie das Parlamentarium, das Haus für europäische Geschichte oder der Plenarsaal des europäischen Parlaments lassen nur erahnen, welch hohen Stellenwert die Stadt Brüssel für die Europäische Union spielt. Aus architektonischer Sicht werden Ihnen gewiss das Europa-Gebäude, das Berlaymont oder das EU-Parlament für lange Zeit in Erinnerung bleiben. Kaum zu glauben: im ersten Moment erinnert der Anblick des EU-Parlaments an französischen Weichkäse. Deshalb trägt dieses Haus auch den Beinamen "Caprice des Dieux". Wer sich näher über die Aufgabenbereiche und täglichen Herausforderungen der EU-Mitarbeiter informieren möchte, darf als größere Besuchergruppe sogar einen Termin in den Besucherzentren vereinbaren. Auf Wunsch nehmen die EU-Mitarbeiter sogar zu bestimmten Themen wie die Funktionsweise der EU Stellung. Der Info-Point Europe ist hingegen ein Dokumentations- und Besucherzentrum, das von Gruppen oder Einzelpersonen ohne Reservierung betreten werden kann.

Die kulinarische Seite des Europaviertels genießen

Wer den politischen Ausflug mit einer Shoppingtour verbinden möchte, muss im Europaviertel nicht lange suchen. Ein Publikumsmagnet ist das Librebook. Dieses Geschäft ist Kulturcafé sowie Buchhandlung in einem und begeistert mit einem umfassenden Literaturangebot aus über 20 Ländern. Ein Besuch im Café Grand Central führt nicht nur zu einem der größten, sondern auch einem der bekanntesten Cafés der ganzen Stadt. Wer sich die vermutlich köstlichsten Fritten der ganzen Stadt schmecken lassen möchte, sollte in der Friterie Antoine vorbeischauen. Während das Résidence Palace mit einer großen Auswahl französich-belgischer Gaumenfreuden lockt, haben sich das El Turco oder Oriento auf exotische Speisen spezialisiert. Eine Reise ins Europaviertel geht durch den Magen, wie diese Locations beweisen.

Das Maison Saint-Cyr: ein Prachtbau unter vielen

Gut gestärkt begeben Sie sich im Brüssel Europaviertel auf eine architektonische Erkundungstour, auf der Bauten in den unterschiedlichsten Stilrichtungen errichtet wurden. So becircen die Squares mit prachtvollen Bauensembles, die ganz klassisch mit ihrem Art Déco- oder Jugendstil begeistern. Ein Aushängeschild unter diesen Vorzeigebauten ist das Maison Saint-Cyr. Doch auch die imposante Maison Cauchie nahe dem Place Mérode versteht es, ihre Bewunderer zu faszinieren. Inmitten des Jubelparks gelegene kolossale Prachtbauten gehen auf die Initiative des einstigen belgischen Königs Leopold II. zurück. Nehmen Sie sich Zeit für einen Spaziergang durch den Parc Léopold, um Bilderbuchgebäude wie das Eastman-Gebäude als Herberge des Musée de l’Histoire Européenne oder die liebevoll gestaltete Bibliothek Solvay in Augenschein zu nehmen.

So abwechslungsreich sind die Museen im Europaviertel

Kunstkenner aufgepasst: auch in einer Stadt wie Brüssel gibt es nur wenige Orte, deren Museenlandschaft so atemberaubend vielfältig wie im Europaviertel ist. Eines der schönsten ist beispielsweise das im Jubelpark gelegene Musée de l’Histoire Européenne, das Sie auf eine Entdeckungsreise zu unterschiedlichen Epochen von der Frühgeschichte bis hin zum 20. Jahrhundert einlädt. Das Automuseum Autoworld zieht mit einer umfassenden Kollektion an Sammlerexponaten und Oldtimern die Blicke auf sich. Ein Abstecher ins Militärmuseum Musée Royal de l'Armée et d'Histoire Militaire entführt seine Gäste in einer Welt voller Panzer, Uniformen, Kampfflugzeuge und vielem mehr. Weit über Brüssels Stadtgrenzen hinaus sorgt das Institut royal des Sciences naturelles de Belgique mit seiner spektakulären Dinosauriersammlung für Aufsehen. Bei einem Besuch im Musée Wiertz wird gewiss jeder verstehen, weshalb der exzentrische gleichnamige Maler in seiner ganz eigenen Welt zu leben schien. Doch der Anblick der mehrere Meter hohen Gemälde raubt einem den Atem.

Die grüne Seite des Europaviertels

Einfach mal durchatmen: ein Spaziergang durch die schönsten Parks des EU-Viertels ist eine wunderbare Gelegenheit, um die architektonischen und politischen Eindrücke des Stadtviertels auf sich wirken zu lassen. Insbesondere der Jubelpark – in französischer Sprache als Parc du Cinquantenaire bekannt – verzaubert als klassische grüne Oase mit einem faszinierenden Wechselspiel aus geradlinigen Avenuen und breiten Wegen. Der Jubelpark ist ein Meisterwerk eines symmetrisch angelegten Naturparadieses, in dem kein Detail dem Zufall überlassen wurde. Das Pendant zu dieser Naturoase mit prachtvollen Bauten wie dem Triumphbogen ist der Parc Léopold, dessen Konzept durch englische Gärten inspiriert wurde. Besonderes i-Tüpfelchen: die sanft abfallenden Rasenflächen und Teiche sind wie für eine Verschnaufpause inmitten des hektischen Großstadttrubels geschaffen.

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