Jubelpark


Es gibt viele schöne Orte, die die Innenstadt von Brüssel säumen. Einige dieser Ausflugsziele sind Touristenmagneten, die einfach jeder Brüssel-Urlauber gesehen haben sollte. Dieser Kategorie gehört ganz gewiss der Jubelpark an.

Jubelpark

Der Triumphbogen im Jubelpark von Brüssel

Der Jubelpark - eine Grünanlage im Herzen von Brüssel

Der Jubelpark – auch als Parc du Cinquantaneire bezeichnet – ist eine malerisch von der Brüsseler Innenstadt eingebettete Grünanlage. Schon von Weitem ist der Triumphbogen mit seinen drei Durchgangsbögen sichtbar, die über der Parkanlage thronen. In und um den Jubelpark locken mehrere Sehenswürdigkeiten und Museen Besucher magisch an. Doch kulturelle Attraktionen wie diese sind längst nicht alles, wofür die Parkanlage bekannt ist. Tausende an Augen sind auf den Jubelpark gerichtet, wenn vor Ort Feuerwerke, Sportveranstaltungen, Feste oder Konzerte organisiert werden.

Ideal für eine wohltuende Auszeit inmitten des Großstadttrubels

Spätestens auf einer Erkundungstour durch die Anlage wird jedem Besucher deutlich, weshalb die Einwohner Brüssels so stolz auf ihren Jubelpark, den "Park des 50-jährigen Jahrestags" sind. Das etwa 37 Hektar große Areal begeistert seine Besucher insbesondere zur Sommerzeit. An warmen Tagen lässt es sich vermutlich kaum ein Brüsseler nehmen, sich im Jubelpark zu erholen. Ganze Scharen an Freizeitsportlern tummeln sich im Jubelpark, um sich auf den den Park durchkreuzenden Wegen beim Jogging oder Nordic Walking zu betätigen. Fernab des Straßenverkehrs ist es im Jubelpark möglich, seinem Bewegungsdrang freien Lauf zu lassen. Eine andere beliebte Option für Freizeitläufer ist der etwa zwei Kilometer lange am Parkgelände vorbeiführende Weg. Wer Brüssel hautnah bewundern möchte, könnte vermutlich kaum ein besseres Ausflugsziel auswählen.

Ein Park mit einem besonderen Konzept

Die Gründung des Parc du Cinquantaneire (Jubelpark) geht auf den 50. Jahrestag von Belgiens Unabhängigkeit im Jahr 1880 zurück. Anlässlich dieses Ereignisses plante der damalige König Leopold II. eine nationale Ausstellung in der heutigen Hauptstadt. Für diesen Zweck erkor der Herrscher ein einstiges Militärübungsgelände aus, das sich außerhalb des Zentrums von Brüssel befand. Es sollte ein neuer Park erschaffen werden, der mit seiner Sammlung imposanter Bauten gegenüber der Öffentlichkeit den wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung von Belgien symbolisieren sollte. Zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs diente die Grünanlage als Anbauort von Nahrungsmitteln.

Ein Blickfang: der Triumphbogen

Schon aus weiter Ferne ist der Triumphbogen sichtbar, das eindrucksvollste Baudenkmal vom Jubelpark. Dieses Bauwerk wurde ganz bewusst an diesem Platz errichtet. Der Triumphbogen soll die große Geschichte Belgiens veranschaulichen und zugleich als Eingangstor für Besucher vom Jubelpark fungieren. Eigentlich war der aus Belgischem Granit erstellte Triumphbogen für die Weltausstellung aus dem Jahr 1880 konzipiert. Allerdings sorgten Meinungsverschiedenheiten zwischen der Regierung und dem König über die Investitionskosten des Bauprojekts für eine deutliche Verzögerung. Dadurch dauerte es viele Jahre und des Engagements privater Geldgeber, bis der Triumphbogen im Jahr 1905 feierlich eröffnet werden konnte – genau pünktlich zur 75-Jahres-Feier der Unabhängigkeit des Landes.

Kleine Details mit besonders großer Aussagekraft

Auf dem Bogen befindet sich eine Quadriga, die als Symbol der Provinz Brabant gekannt ist. Weitere Provinzen Belgiens sind an deren unteren Teilen der Säulen durch allegorische Statuen verewigt. An beiden Seiten des Triumphbogens befinden sich Säulengalerien, die wiederum mit Mosaiken verziert sind. Diese Mosaike sollen – so heißt es – die friedliebende belgische Nation beschwören. Sicherlich ist die Quadriga eines der wichtigsten Argumente, weshalb der Triumphbogen schon auf den ersten Blick Assoziationen zum Brandenburger Tor erweckt. Vergleiche mit dem Arc de Triomphe aus Paris kommen ebenfalls nicht von ungefähr. Bei schönem Wetter wird an dem größten der drei Bögen die belgische Nationalflagge gehisst.


Museen und Ausstellungen im Jubelpark

An beide Seiten des Triumphbogens schließt sich eine riesige Ausstellungshalle an, die einstige Ausstellungshallen und Pavillons der Ausstellung zu Beginn der 1880er Jahre ablösten. In diesen beiden Denkmälern sind heute Museen zu Hause. Die südliche Halle beherbergt das Autoworld-Museum. Die in der Halle befindliche große Oldtimer-Sammlung lässt vor allem Autoenthusiasten aufhorchen. Ein Teilbereich des Automuseums widmet sich europäischen und amerikanischen Fahrzeugen aus mehreren Jahrzehnten. Beispielsweise ziehen in dem Museum Modelle von Vorkriegsautomarken wie Imperia oder Minerva die Blicke auf sich. Einige der präsentierten Kfz-Modelle waren einst im Besitz der belgischen Königsfamilie oder der US-amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy oder Franklin D. Roosevelt. Besondere Aufmerksamkeit gilt Ausstellungsstücken wie einem Bugatti aus dem Jahr 1930 oder dem vier Jahre älteren Bentley. Unter dem Dach der nördlichen Halle befindet sich das Militärmuseum Musée Royal de l'Armée – eine interessante Ausstellung über Kampfflugzeuge von gestern und heute.

Pavillons und kunsthistorische Museen

Die im Jubelpark befindlichen Bordiau-Hallen waren tatsächlich die einzigen Gebäude der Grünanlage, die Architekt Jules Bordiau tatsächlich bis zur Ausstellung im Jahr 1880 errichten konnte. Diese Glas- und Eisen-Konstruktionen sind klassische Bauten des späten 19. Jahrhunderts. Nach der Beendigung der Ausstellung befanden sich in diesem Bereich ebenfalls Museen. Einem Feuer konnte die südliche Halle im Jahr 1946 nicht standhalten. Daraufhin wurde ein Neubau angefertigt, in dem heute das Königliche Museum für Kunst und Geschichte untergebracht ist. Ein weiterer sehenswerter Ort im Jubelpark ist der Pavillon der menschlichen Leidenschaften. Dieses von Architekt Victor Horta kreierte Gebäude ist die Heimat einer fantastischen Skulptur des Künstlers Jef Lambeaux. Zudem laden im gesamten Jubelpark Bänke, Picknicktische, Spielplätze für kleine und große Kinder sowie Liegestühle zum Verweilen ein.

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