Königlicher Palast von Brüssel


Ein Ausflug zum Königlichen Palast von Brüssel (alter Palast von Brüssel) führt an eine archäologische Stätte, die die historische Seite Brüssels von einer ungeahnt vielfältigen Seite präsentiert. Hier – in Coudenberg – sind nicht nur die Überreste des Alten Palastes von Brüssel zu Hause. Zusammen mit der Straße Rue Isabelle und dem Stadthaus von Hoogstraeten formt der Alte Palast eine historische Attraktion, die sich um den Place Royale sowie die Rue Royale gruppiert hat.

Informationen zum Königlichen Palast von Brüssel

Öffnungszeiten
(Coudenberg-Museum)
  Dienstag - Freitag von 9:30 bis 17 Uhr
Eintrittspreise   7€ Erwachsene | 6€ Senioren
Kostenlos für Kinder und Jugendliche
Adresse   Rue Brederode 16, 1000 Bruxelles, Belgien
Eröffnet   1934

Königlicher Palast von Brüssel

Besonderheiten der Rue Isabelle und des Hauses von Hoogstraeten

Obwohl die Rue Isabelle heute überwölbt ist, verlief die Straße in der Vergangenheit unter freiem Himmel entlang. Dieser im Mittelalter errichtete Weg verlief vom Place des Bailles – dem vor dem Palast gelegenen öffentlichen Platz – bis hin zum steil nach unten verlaufenden Tal des Coperbeek in Richtung der Stiftskirche St. Michael und Gundula. Das Stadtpalais wurde in der Vergangenheit von mehreren imposanten Wohnhäusern gesäumt, in denen insbesondere Mitglieder des Rats und Hofadels lebten. Unter diesen Gebäuden sticht das Haus von Hoogstraeten besonders hervor. Die einstige Brüsseler Residenz der Familie Lalaing erlangte im 16. Jahrhundert Berühmtheit, als der einstige Graf von Hoogstraeten Antoine de Lalaing an diesem Ort eine mit gotischen Stilelementen verzierte Galerie erbauen ließ.

Geschichte des Königlichen Palast von Brüssel

Das Herzstück dieser archäologischen Stätte ist jedoch der Alte Palast von Brüssel. Das unter der Rue Royale gelegene Bauwerk ist der älteste Bereich der Stätte, der den Keller des einstigen Wohngebäudes bildet. Dieser Keller war wiederum unter den Empfangssälen und Fürstenzimmern gelegen, die als Lagerräume konzipiert waren. Von dem verbleibenden Teil des Gebäudes, das in der Vergangenheit die Schlosskapelle beherbergte, ist heute nur das Kellergeschoss vorhanden. Allerdings gehen Historiker heute davon aus, dass die unter dem Brussels Info Place gelegenen Räumlichkeiten damals ebenfalls als Dienst- und Lagerräume dienten. Diese Schlosskapelle wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit unter der Führung von Kaiser Karl V. in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut. Damals befand sich an dem Ort eine ältere Kapelle aus dem Mittelalter, die dem neueren Gotteshaus weichen musste. Von dem einstigen Prunksaal des Königlichen Palast von Brüssel – der Aula Magna – sind heute ebenfalls nur noch die unter dem Place Royale gelegenen Keller erhalten. Historiker vermuten, dass diese Räume einst als Lagerstätten und Küchen dienten. Die Aula Magna wurde von 1452 bis 1460 nach den Ideen der Herzöge von Brabant erbaut. Die Stadt Brüssel initiierte die Errichtung der Aula Magna, um einen prachtvollen Saal als Veranstaltungsort für Feierlichkeiten des Hoflebens in Brüssel zu stellen. Bälle und offizielle Empfänge fanden in der Aula Magna statt. Zudem wurden Hochzeitsfeiern der Fürsten an diesem Ort zelebriert. Ein besonderer Moment ereignete sich 1555, als Kaiser Karl V. an diesem Ort abdankte.

1731: ein Schicksalsjahr für den Königlichen Palast

Ein schweres Unglück ereignete sich im Alten Palast im Jahr 1731. Damals wurden Großteile des Palais durch einen Brand beschädigt. Deshalb können Besucher heute nur noch die Überreste der Kapelle, des Untergeschosses sowie der Straße Rue Isabelle in Augenschein nehmen. Auf einem Abstecher zum Coudenberg Palast begeben sich Besucher auf die Pfade eines Palastes, der seinerzeit wahrlich eine der sehenswertesten Fürstenresidenzen Europas gewesen ist. Auf einem Hügel über der Stadt thronend, wurde der Palast seit seiner Grundsteinlegung im 12. Jahrhundert Schritt für Schritt erweitert. Neue Galerien wurden erbaut. Herrscher hinterließen ihre Spuren, indem sie die Räumlichkeiten mit Statuen, Büsten, wertvollen Teppichen, Gemälden oder gedruckten Büchern verzierten. Doch all diese Spuren sind mittlerweile längst verweht. Heute lässt sich die einstige Hügelform des Coudenbergs nicht einmal mehr erahnen. Der einstige Park sowie die Gärten des Palastes wurden durch eine Grünanlage im neoklassizistischen Stil ersetzt. Dennoch hat der Alte Palast nichts an seiner Faszination verloren, wie ein Besuch des Coudenberg-Museums beweist.

Ein Besuch im Coudenberg-Museum

Ein Muss für alle Geschichtsinteressierten ist ein Abstecher zum Coudenberg-Museum. Diese im ehemaligen Stadthaus von Hoogstraeten untergebrachte Ausstellung eröffnet einen Blick auf alle Objekte, die im Rahmen von Ausgrabungsarbeiten der letzten Jahrzehnte gefunden wurden. All diese Exponate gehören heute den Sammlungen der Region Brüssel-Hauptstadt sowie der Stadt Brüssel an. Die Exponate unterteilen sich in der ständigen Ausstellungen nach Themengebieten wie Glas, Metall, Keramik sowie kleineren Gebrauchsgegenständen. Keramikofenkacheln sowie mehrere Fundstücke bestimmter Ausgrabungskampagnen sind ebenfalls ausgestellt. Mit diesen Exponaten verfolgen die Betreiber des Museums einen besonderen Zweck. Besucher sollen einen Einblick in das anspruchsvolle Handwerk der Archäologie erhalten. Im Fokus steht die Restauration der Objekte, der besonders viel Aufmerksamkeit zuteil wird. Einer der vermutlich schönsten Ausstellungsbereiche ist die umfassende Kollektion an Rüstungsobjekten, Keramikpfeifen sowie im venezianischen Stil erschaffenen Glasarbeiten.


Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Die Tore des Königlichen Palast von Brüssel sowie der Ausstellung stehen an Wochenenden, im Juli, August sowie während der Ferienzeit von 10 bis 18 Uhr offen. Zu allen anderen Zeiten des Jahres ist das Coudenberg-Museum von Dienstag bis Freitag von 9.30 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis kostet 7 Euro. Für Kinder und Jugendliche ist der Eintritt kostenfrei. Senioren ab sechs Jahren sowie Teilnehmer von Besuchergruppen ab 15 Personen müssen ein Eintrittsgeld von 6 Euro bereithalten.

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