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Dieser kontrastreiche Spaziergang führt über vier der berühmtesten Brüsseler Märkte und durch drei verschiedene Stadtviertel - vom schwierigen Schmuddelviertel Anderlecht-Cureghem über das berühmte Trödelviertel Marolles bis zum absoluten Luxusviertel Sablon. Die Dauer des Spaziergangs ist schwer abzuschätzen - losmarschieren sollte man spätestens um acht, frühestens um sieben Uhr morgens. Der Spaziergang führt von der Metrostation Delacroix in Anderlecht bis zum Sablon, zwischen Zentrum und Oberstadt gelegen.
Interaktive Karte des Spaziergangs alternativ: Download für Google Earth
Wir beginnen an der Metrostation Delacroix, unweit vom Südbahnhof. Von dort ist es über die Rue Ropsy Chaudron nur ein Katzensprung zu den 1. Schlachthöfen Anderlecht.
Auf diesem riesigen Markt rund um die alte Markthalle im Jugendstil gibt es Sonntags alles außer Trödel: Kleidung, Elektronik, CD’s, Kunst- und Gebrauchsgegenstände, Werkzeug, Lebensmittel... in Hülle und Fülle. Der Markt ist allerdings nichts für schwache Nerven - er liegt in einem heruntergekommenen, und außerhalb von Marktzeiten sehr schwierigen Viertel. Passt man etwas auf seine Geldbörse auf, ist der Markt aber problemlos zu besuchen. Wer zu Schicki-Micki ist, lässt diesen Markt aus. Nach einem ausgiebigen Bummel gehen wir aus dem Haupteingang zwischen den bronzenen Stieren, dann rechts herum, und immer geradeaus. Über die Rue Ropsy Chaudron, die Avenue Clemenceau, den Place Bara, dann schräg rechts durch die Avenue Paul-Henri Spaak. Und schon befinden wir uns auf dem 2. Sonntagsmarkt am Südbahnhof.
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Am Platz nördlich von den Gleisen, dem Non-Food-Bereich des riesigen Marktes im Schatten des Südturms, gibt es Unmengen Kleidung, Stoffe, Bettbezüge, Badewannenvorleger und andere Dinge für den Haushalt. Am Ende des Platzes, am Boulevard Poincare, gehen wir rechts durch die Unterführung, und dann wieder rechts, und befinden uns auf der anderen Seite der Gleise, inmitten von hoch aufgetürmtem Gemüse, buntem Obst, eingelegten Oliven und sonstigen Leckereien. Am Ende des Marktes gehen wir links in die Rue d’Angleterre, am Ende über den Platz, dann schräg links in die Rue Blaes, und befinden uns schon im berühmten, volkstümlichen Trödelviertel Quartier des Marolles. Nach ein paar Schritten sind wir am täglich stattfindenden 3. Trödelmarkt Marolles angekommen.
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Hier gibt es alles, was das Herz von Trödelmarktfans und Sammlern höher schlagen lässt: Von alten Blechschildern über alte Postkarten bis hin zu wertvollen, historischen Möbeln. Aber auch gebrauchte Barbiepuppen mit abgeschnittenen Haaren, verbogene, einzelne Silberlöffel, oder gar Ersatzkristalle für den Kronleuchter - einfach alles wird verkauft. Auch rundherum, im ganzen Viertel im Schatten des Justizpalastes, gibt es viele Trödelläden, aber auch sündhaft teure Geschäfte für Designermöbel. Wer es schon nötig hat, setzt sich vor dem Bummel über den Markt in eines der gemütlichen Cafés. Wir gehen weiter über die von schönen Geschäften gesäumte Rue Blaes. Am Place de la Chapelle, hinter gleichnamiger Kirche, biegen wir rechts in die Rue Joseph Stevens. Und schon sind wir am Place du Grand Sablon angekommen - jenem feinen Platz für Fans von Pralinen, Antiquitäten, Möbeln, Kunst und Schmuck.
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Direkt vor gleichnamiger Kirche findet der 4. Antiquitätenmarkt Sablon statt. Spätestens hier sind wir preislich am höchsten Niveau angekommen. Wer noch Geld hat, wird es hier auf einen Schlag loswerden - allerdings sollte man sich noch ein paar Euro übrig lassen - für ein Mittagessen in einem der Restaurants, ein Bier oder einen Kaffee mit Schokotörtchen in einem der schicken Cafés - Seite an Seite mit aufgetakelten, feinen Brüsselern aus dem schicken Südosten der Stadt.
Hier endet der Bummel über einige der spannendsten Brüsseler Sonntagsmärkte. Zu Fuß kommt man über die Rue Lebeau schnell in das Stadtzentrum.
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