Dieser Rundgang führt vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Brüssels Unter- und Oberstadt. Es ist der schönste Spaziergang durch Brüssel - perfekt nicht nur für Besucher, die einen ersten (aber guten) Überblick bekommen wollen. Ohne große Pausen sollte man die Strecke in sechs Stunden schaffen - aber: Die Straßen entlang der Route sind zumeist von Schaufenstern, Cafés und Restaurants gesäumt... man kann auch einen ganzen Tag daraus machen. Der Rundgang beginnt der Einfachheit halber am Zentralbahnhof und endet am nahegelegenen Grand Place.
Interaktive Karte des Rundgangs alternativ: Download für Google Earth
Wir beginnen am Gare Central mitten im Brüsseler Zentrum.
Der 1. Zentralbahnhof liegt in der Mitte der Nord-Südachse, jener spektakulären Bahnlinie, die seit 1952 durch Tunnel und über ein Viadukt den Nord- mit dem Südbahnhof verbindet. Der Gare Central liegt unter der Erde und ist daher nur schwer als Hauptbahnhof zu erkennen - aber der Hauptbahnhof ist es ja genaugenommen auch nicht. Wir laufen rechts den Boulevard de l’Imperatrice herunter. Wegen den Zweckbauten rundherum ahnt man zu Recht, dass die Gleise unter dem Asphalt dieses Boulevards entlangführen müssen... Nach wenigen Schritten erhebt sich auf der rechten Seite Brüssels wunderschöne 2. Kathedrale.
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Wir gehen auf sie zu und dann auf ihre rechte Seite, und biegen rechts in die zweite Straße ein. Dann geht es direkt links bergauf über die geschwungene Rue des Colonies, die von prunkvollen historischen Bankgebäuden beherrscht wird. An der nächsten Kreuzung sehen wir schon den Stadtpark auf der rechten Seite. Wir laufen aber noch ein Stückchen weiter geradeaus über die Rue de la Loi, die durch das Europaviertel zum Triumphbogen führt, den wir in der Ferne erkennen können. Nach ein paar Schritten erreichen wir das 3. belgische Parlament.
Direkt davor führt ein Zebrastreifen in den 4. Stadtpark, eine prachtvoll angelegte, eckige Parkanlage mit Alleen, die auf umliegende Straßen und Monumente führen.
Viel Kunst und sogar ein Parktheater gibt es dort. Wir gehen durch den Stadtpark genau geradeaus auf den 5. Königspalast zu, der den anderen Königspalästen der Welt in nichts nachsteht.
Dort wird aber nur gearbeitet - die Königsfamilie lebt im riesigen Schloss in Laeken, im Nordwesten von Brüssel. Rechts herum schlendern wir am Palast entlang und biegen dann links zum 6. Place Royale. Die Aussicht auf die Kuppel des riesigen Justizpalastes am Ende der Rue de la Regence ist umwerfend. Umwerfend ist aber auch der weiße Place Royale, der sich auf der rechten Seite zu Brüssels schönstem Panorama öffnet: Der Blick auf die Unterstadt und den Rathausturm. So verlockend es auch aussieht - jetzt gehen wir dort noch nicht herunter.
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Wir gehen durch den kleinen Torbogen auf der Südostseite des Platzes die Rue de Namur herauf. Hier sieht man schon die ersten schicken Geschäfte. Jedoch geht es erst an der großen Kreuzung des kleinen Rings, 7. Porte de Namur, so richtig los. Dieser quirlige Platz liegt genau zwischen dem afrikanischem Viertel um Chaussee de Wavre und den sündhaft teuren Shoppingboulevards der Oberstadt. Wir gehen rechts herum über den breiten Boulevard. Man hat dort zwei Möglichkeiten: Entweder geht man über den Boulevard de Waterloo oder die 8. Avenue de la Toison d’Or - das sind die beiden Straßenseiten. Auf dem Boulevard de Waterloo gibt es nur Luxusmode weltbekannter Designer, auf der Avenue de la Toison d’Or liegen auch Cafés und Galerien dazwischen.
Nach einigen Schritten sind wir am schönen 9. Place Louise angekommen.
Wir bummeln nun links etwas die 10. Avenue Louise herunter; hier geht es weiter mit teuren Geschäften und Galerien.
Am 11. Place Stephanie kehren wir um - aber der Luxusboulevard zieht sich mit einem leichten Knick geradewegs bis zum Stadtwald weiter. Wir gehen geradeaus über den Place Louise bis zum 12. Place Poelaert, der in zweierlei Hinsicht beeindruckend ist: Links erhebt sich der gigantische 13. Justizpalast, durch den man mal bummeln sollte,...
...und geradeaus hat man eine grandiose Aussicht auf Brüssels Unterstadt und den Westen.
Wir nehmen den 14. Lift (kostenlos) in das Quartier des Marolles.
Wir laufen über den kleinen Platz, links in die 15. Rue Haute, dann in die zweite Straße rechts, die Rue des Renards. Nun befinden wir uns mitten in Brüssels berühmtem Trödelviertel Marolles, welches trotz einiger Designerläden volkstümlich ist wie zu vergangenen Zeiten. Die Bewohner sind ein ganz eigener Schlag. Wir treffen nun auf den 16. Place du Jeu de Balle, auf dem seit 1919 täglich der weltbekannte Trödelmarkt stattfindet, über den sich ein Bummel lohnt.
Rechts biegen wir in die 17. Rue Blaes, eine urtypische Straße mit weiteren schönen Geschäften. Am Ende der Straße treffen wir auf die bemerkenswerte Kirche 18. Notre Dame de la Chapelle.
Wir gehen rechts vorbei und dann rechts in die rue Stevens, die leicht bergauf zum 19. Grand Sablon führt.
Hier gibt es edle Chocolatiers, schicke Cafés und Antiquitätengeschäfte. Wir laufen über den Platz auf die traumhafte Kirche 20. Notre Dame du Sablon zu.
Auf der anderen Seite des Grand Sablon liegt der 21. Petit Sablon mit seiner wunderbaren kleinen Parkanlage inmitten von Statuen und bunten Blumen... der Platz für Verliebte. Wir gehen einmal außen herum oder auch durch den Park, an dem oben der 22. Egmontpalast steht. Dann geht es rechts die Rue de la Regence herab. Falls man eben noch nicht die Straße heraufgeblickt hat, sollte man es jetzt tun - der Blick auf die Kuppel des Justizpalastes ist unglaublich.
Die Rue de la Regence ist gesäumt von Palästen und renommierten Museen, wie dem 23. Museum der schönen Künste,...
...und führt schnell auf den Place Royale, auf dem wir eben schon einmal waren. Nun geht es aber endlich links herunter, vorbei am Musikinstrumentenmuseum 24. MIM, einem der schönsten Jugendstil-Gebäuden in Brüssel,...
...und dem 25. Albertine-Park,...
ab in die Unterstadt. Durch den Park, der Ober- mit Unterstadt verbindet, laufen wir auf den Place de l’Albertine zu. Blickt man an diesem Platz nach rechts, sieht man den Zentralbahnhof von der Seite. Wir gehen leicht rechts die Rue de la Madeleine hinunter, an gleichnamiger 26. Kapelle vorbei, und treffen unten auf den Place d’Espagne. Spätestens hier werden wir festgestellt haben, dass wir uns nun im Gassengewirr der Brüsseler Altstadt befinden. Hinten rechts am Platz befindet sich der Eingang in die (wahrhaft) 27. königlichen Galerien, in die wir uns hineinbegeben.
Links biegen wir dann aus der Galerie in die 28. Rue des Bouchers, in Brüssels berühmte Fressgassen, in denen sich ein Restaurant neben das andere reiht.
Wir schlängeln uns geradeaus durch, bis zur kleinen Kreuzung Rue des Fripiers. Dann gehen wir rechts herum über diese Straße. Nach wenigen Schritten erhebt sich rechts das 29. Theatre de la Monnaie, jenem geschichtsträchtigen Theater, in dem die belgische Revolution begann.
Wir biegen links in die Rue du Fosse aus Loups, dann rechts herum, und schon stehen wir auf dem 30. Place de Brouckere, Brüssels hauptstädtischem, zentralen Platz inmitten von haussmannschen Boulevards.
Wir gehen auf der rechten Straßenseite geradeaus, über den Boulevard Adolphe Max. Ein Blick in die schöne alte 31. Nordpassage auf der rechten Seite lohnt sich sehr.
Die nächste Straße gehen wir rechts, in die Rue Saint-Michel. Am Ende stehen wir auf dem 32. Place des Martyrs, einem ruhigen Denkmalsplatz.
Wir gehen zurück, nun aber sofort links in die 33. Rue Neuve, Brüssels Einkaufsstraße mit den üblichen Ketten und Warenhäusern, wie sie in jeder Stadt zu finden sind. Die nächste Straße gehen wir rechts, wieder in die Rue du Fosse aux Loups. Diesmal gehen wir am Place de Brouckere aber geradeaus, durch die Rue des Augustins, und bahnen uns schräg geradeaus den Weg zur Kirche 34. Saint-Jean Baptiste au Beguinage, auf gleichnamigem, ruhigen Platz.
Wir gehen nun durch die Rue du Peuplier, die genau auf das Hauptschiff der Kirche führt, und treffen auf den alten Hafen und 35. Fischmarkt von Brüssel. Beides gibt es nicht mehr, aber dafür viele renommierte Fischrestaurants. Wir gehen links herum zur Kirche 36. Sainte Catherine,...
...und dann auf der anderen Straßenseite zurück,...
... bis zum nächsten großen Platz, an dem wir nach links in die Rue Lepage biegen, die uns geschwungen auf die 37. Rue Dansaert führt, auf der sich die jungen Brüsseler Modedesigner treffen.
Nach einigen Schritten lohnt sich ein Blick nach links über den Platz Marche aux Grains zur Kirche Sainte-Catherine sehr. Sobald wir die Börse vor uns haben,...
...biegen wir rechts und dann schräg links in die Rue du Pont de la Carpe, die auf die 38. Halle von Saint-Gery führt, Brüssels eigentlichem historischem Herz, an dem sich hippe junge Leute treffen.
Am Platz nehmen wir die nächste Straße links, und laufen nun schräg auf die prächtige 39. Börse zu, die wir schon von der Rue Dansaert gesehen haben.
Schaut man am Platz nach links, sieht man in der Ferne auch wieder den Place de Brouckere.
Wir gehen links an der Börse vorbei und laufen somit auf die kleine Kirche 40. Saint-Nicolas zu, an der kleine Häuschen mit Juwelieren kleben.
Wir gehen rechts herum und dann links, und dort kann man es schon erahnen: Finale und Ende des Rundgangs auf dem schönsten Platz der Welt, 41. Grand Place, über den man keine Worte mehr verlieren muss.
Ein gut beschilderter Katzensprung ist es, falls nötig, zurück zum Gare Central. |