BRUESSEL-GUIDE
STADTPLAN

 

 NAHVERKEHR

Alles zum Nahverkehr in Brüssel: Tickets, Bus, Tram, Metro, Linienplan, RER, Taxi, Auto.

Brüssels Nahverkehr zeichnet sich durch ein gutes Liniennetz (die Brüsseler Verkehrsgesellschaft STIB betreibt Linien mit einer unglaublichen Gesamtlänge von über 600km) und eine hohe Taktdichte aus. Fast alles erreicht man schnell mit der Metro, die sehr übersichtlich ist.
Nachts zwischen etwa 0:30 und 5:30 Uhr wird der Nahverkehr komplett eingestellt. An Wochenenden jedoch verkehren Nachtbuslinien bis 3 Uhr. Der zentrale Abfahrtspunkt ist der Place de Brouckere.

Brüssel - Fahrkarte
Tickets:
Es gibt in Brüssel keine Preisstufen oder Zonen, mit allen Tickets kann man durch die ganze Region de Bruxelles-Capitale reisen, und dabei jedes Verkehrsmittel nutzen.
Tickets kann man an einfach zu bedienenden Automaten in allen Metrostationen, in größeren Stationen auch an Schaltern kaufen. Fahrer in Trams und Bussen verkaufen nur Einzeltickets, und die kosten dort 0,30€ mehr.
Alle Tickets müssen bei jedem Ein- / Umsteigen neu abgestempelt werden.
Jump 1 voyage, 1,70€: Der normale Einzelfahrschein gilt eine Stunde. Achtung: Bei den Fahrern kostet das Ticket 2€!
Aller-Retour, 3,30€: Hin- und Rückfahrt innerhalb von 24 Stunden.
Jump 5 voyages, 7,30€: Fünfmal eine Stunde.
Jump 10 voyages, 12,30€: Zehnmal eine Stunde.
Jump un jour, 4,50€: Tagesticket (gültig für eine Person; an Wochenenden inzwischen nicht mehr für zwei Personen gültig!).
Carte 3 jours, 9,50€: Tagesticket für drei Tage.

BUS:
Brüssel - Bus
Die Busse beherrschen die Straßen. Es gibt 50 Linien + 21 Nachtbuslinien der Brüsseler Verkehrsgesellschaft STIB, dazu kommen noch 70 Linien von De Lijn und TEC (flämische und wallonische Verkehrsgesellschaft).
Die Taktdichte ist hoch, die Busse sind aber die langsamsten Verkehrsmittel in Brüssel. Tagsüber kommt man im Verkehr mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 km/h voran, im Berufsverkehr steht man auch im Stau.
Die Linien legen meist nur kurze Strecken zurück. Daher gibt es auch keinen zentralen Busknotenpunkt; viele Linien treffen sich aber am Gare du Nord.

TRAM / PREMETRO:
Brüssel - Tram
Es gibt 20 Tramlinien mit einer Gesamtstreckenlänge von 133 km, 12 km davon liegen unter der Erde. Bahnen, die auch unterirdisch fahren, werden Premetro genannt. Wie der Name schon sagt, werden diese Linien nach und nach zur Metro ausgebaut.
Die Bahnen verkehren in der Regel alle 10 Minuten. Man kommt schnell voran, jedoch kann es im Berufsverkehr auch ordentlich stauen.
Videomitschnitte von Tramlinien

METRO: Brüssel - Metro
Die sechs Metrolinien der Hauptstadt verkehren hauptsächlich unterirdisch, sonst auf eigenen Trassen. Es gibt 69 Metrostationen. Die Linien 1, 5 und 6 verbinden Vororte mit der Stadt; auf dem im April 2009 geschlossenen Ring verkehren die Linien 2 und 6. Diese vier Linien sind vollwertige Metros. Die Linien 3 und 4 sind Premetros, unabhängige Straßenbahnen, die im Zentrum unterirdisch, und sonst auf eigenen Trassen fahren.
Die Metro ist extrem schnell, in weniger als einer halben Stunde ist man am Stadtrand. Sie erinnert an eine Achterbahn - bergauf, bergab, nach draußen und wieder in den Tunnel, und das mit einem strammen Beschleunigungs- und Bremsvermögen.
Die Brüsseler Metro ist sehr interessant, denn die Stationen wurden von Künstlern gestaltet. Zum Teil gibt es richtig tolle Kunstwerke zu sehen, die man erkunden kann, während man mit beruhigender Musik beschallt wird. In den Bahnen wird auch Musik gemacht, aber nicht vom Band, sondern live.
Man sollte immer auf die Beschilderungen in den Stationen achten, denn diese gleichen manchmal ganzen unterirdischen Welten, vor allem, wenn sie noch mit unterirdischer Tram oder Eisenbahn verbunden sind. Es gibt auch viele Ein- und Ausgänge - zum Teil liegen die Zugänge zweier Stationen nur wenige Schritte auseinander.
Partner Site: Fotos der Brüsseler Metro

Brüssel - Metrokarte
Karte vergrößern

RER:
Brüssel - RER
RER (Reseau Express Regional) sind Regionalzüge, die an allen Bahnhöfen halten und in das Umland fahren. Brüssel hat innerhalb der Stadt ein sehr gutes, verwobenes Eisenbahnnetz mit 31 Bahnhöfen. Viele Bahnhöfe bieten direkte Umsteigemöglichkeit zur Metro; die RER sind eine optimale Ergänzung.
Das Potential wird aber bei weitem nicht ausgeschöpft - die Taktdichte ist nicht gerade hoch, die Linien sind schlecht organisiert, viele Bahnhöfe wurden geschlossen. Für Pendler innerhalb der Stadt sind die RER nur für große Strecken reizvoll - das soll sich ändern. Aus den Vorortzügen will man nun eine tolle Stadtbahn machen, man hat endlich erkannt, dass man so den Autoverkehr in der Stadt etwas absenken könnte. Im Zuge des aktuellen RER-Projekts werden die Linien nun nach und nach effektiv ausgebaut, die Taktdichten werden erhöht, es werden neue Linien angelegt. Fertig wird das Riesenprojekt in diesem Jahrzehnt nicht mehr - bis zu 30 neue oder wieder eröffnete Bahnhöfe, zwei neue Strecken und ein neuer Tunnel sind in Planung - aber es tut sich schon viel.

TAXI:
Brüssel - Taxi
Taxen können auf der Straße angehalten werden, man kann einen Taxistand aufsuchen, oder ein Taxi telefonisch bestellen.
Hält man ein Taxi an, sollte man darauf achten, dass es sich um ein Taxi der “Region de Bruxelles-Capitale” handelt. Es gibt verschiedene Firmen, die meisten Taxen sind weiß oder schwarz. Ob ein Taxi frei ist, sieht man nicht an der Dachbeleuchtung, sondern daran, dass ein weißes Schild mit der Aufschrift “Libre” auf der Seite des Beifahrersitzes an der Frontscheibe heruntergeklappt ist.
Bestellt man ein Taxi telefonisch, muss man wissen, dass es für die verschiedenen Taxiunternehmen keine zentrale Telefonnummer gibt. Eine Auflistung der Unternehmen und Telefonnummern ist
hier zu finden.
Die Preise sind mit denen in Deutschland vergleichbar, außerhalb und vor allem nachts wird es teuer.

Nachts zwischen 23 und 6 Uhr können von knapp 200
Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs Sammeltaxen genutzt werden, die nach vorheriger Bestellung unter der Telefonnummer 02 800 36 36 halbstündlich (volle und halbe Stunde) von den Haltestellen abfahren. Fahrten unter 3 Kilometern kosten 5€ pro Person, längere Fahrten kosten 8€.

AUTO IN BRÜSSEL:
Brüssel - Stau
Man sollte sich in Brüssel auf riesige oder viel zu enge, hügelige Straßen, zahllose Unterführungen und kilometerlange Tunnel, Megakreuzungen und Kreisverkehre, brodelnden Verkehr, Millimeterarbeit, und Parkplatznöte einstellen. Die Belgier sind zudem für wilden Fahrstil bekannt, der in Brüssel scheinbar besonders aufblüht.
Vorsicht: Es gibt immer mehr moderne Radarfallen in Form digitaler Kameras.
Etwas Grundorientierung sollte man unbedingt mitbringen, sonst versteht man die Schilder und Wegweiser nicht.
Bei einem längeren Aufenthalt empfiehlt es sich, Hotelparkplätze zu nutzen. Wer nur einen Tag in Brüssel verbringen und kein Geld in Parkhäusern lassen möchte, und nicht vor öffentlichem Nahverkehr zurückschreckt, kann kostenlos am Stadtrand auf einem der zehn P&R-Plätzen parken und dann mit Bus, Tram oder Metro ins Zentrum fahren.
Fast überall gibt es Parkschein-Automaten; ab 18 Uhr und an Wochenenden ist das Parken gratis.
Bitte auch die Rubrik 'Wissenswertes' beachten!

AUTO NACH BRÜSSEL:
Brüssel - Autobahn
Brüssel ist aus allen Richtungen gut über die Autobahn zu erreichen. Alle Autobahnen führen auf den Autobahnring, von dem man den inneren Ring, Petit Ceinture, und das Zentrum über große Straßen oder Tunnel gut erreichen kann.
Belgiens Autobahnen sind sehr gut ausgebaut. Nachts sind sie lückenfrei mit Nachtstrom hellorange beleuchtet. Das ist einzigartig; aus dem All kann man Belgien nachts bestens erkennen.
Die Mittelstreifen sind extra breit und meist grün bepflanzt, damit man nicht so stark vom Gegenverkehr geblendet wird.
Geschwindigkeitsbegrenzungen: 50/90/120km/h. Die typischen deutschen Raser auf der linken Spur findet man auf belgischen Autobahnen selten - überall gilt: nicht mehr als 120km/h. Man sollte sich einfach daran halten, denn sonst könnte nach Monaten ein Brief der belgischen Polizei im Kasten liegen. Die Belgier können nämlich auch von hinten blitzen oder “schießen”. Man bemerkt nichts. Der Fahrzeughalter zahlt. Neu: Radarfallen mit digitalen Kameras - allein in Flandern wurden bis Ende 2006 über 1200 aufgebaut - Brüssel zieht mit.
Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Gurtpflicht und Telefonierverbot, hohe Geldstrafen.
Die Einführung einer Mautpflicht für alle Fahrzeuge in Belgien ist vorläufig auf Eis gelegt worden.

Bruessel - Ringe



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